Das Mädchen mit dem Perlenohrring

Kurzinhalt:

Das Mädchen mit dem Perlenohrring(pr). Das Original-Gemälde „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ ist in der holländischen Stadt Den Haag zu bewundern. Es könnte im Jahre 1665 entstanden sein, doch der genaue Ursprung ist unbekannt. Genauso unbekannt wie das schöne Mädchen, das auf dem Bild zu sehen ist. Was mag der Maler Johannes Vermeer ihr angetan haben, dass sie ihn so glücklich und traurig zugleich anblickt? Wer kann sie gewesen sein, dass er sie so malte?
Das Leben im Haus des Malers Johannes Vermeer (Colin Firth) und seiner Frau Catharina (Essie Davis) im niederländischen Delft des 17. Jahrhunderts birgt eine bis dahin unbekannte Welt für die junge Griet (Scarlett Johansson). Nach einem Arbeitsunfall ihres Vaters wird sie als Dienstmagd in dessen Haus geschickt, um dort das Atelier zu putzen. Obwohl sie der soziale Stand in zwei verschiedene Welten verweist, fühlt sich das Mädchen immer mehr zu ihrem neuen Herrn hingezogen. Schon bald ist sie sich zwischen den eindeutigen Avancen des Schlachtersohns Pieter (Cillian Murphy) und Vermeers wachsender Aufmerksamkeit hin und her gerissen. Auch Maria Thins (Judy Parfitt) entgeht die Beziehung zwischen der Magd und ihrem Schwiegersohn nicht. Das finanzielle Wohl der großen Familie Vermeer hängt allein von dem Verkauf der Gemälde des Hausherrn ab. Die Familie gerät in die Abhängigkeit des skrupellosen aber reichen Mäzens Van Ruijven (Tom Wilkinson), der schnell Gefallen an der neuen Magd findet. Auf seinen Auftrag hin entsteht eines der großartigsten Gemälde, das je geschaffen wurde: „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ - für das der Meister und seine Muse jedoch einen hohen Preis bezahlen müssen.
„Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ erhielt Oscar®-Nomienierungen in den Kategorien „Beste Kamera“ (Eduardo Serra), „Beste Ausstattung“ (Ben Van Os, Cecile Heidman) und „Bestes Kostümdesign“ (Dien Van Straalen).

Bewertung: BewertungBewertung

Griet (Scarlett Johansson) und Johannes Vermeer (Colin Firth)(pr). Regisseur Peter Webber hält sich mit seinem Regiedebüt eng an die Literaturvorlage „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Tracy Chevalier, die die Entstehung des gleichnamigen Gemäldes durch eine erfundene Beziehung Vermeers zu seiner Magd zu erklären versucht. Eine Geschichte, in der es vorwiegend um das Sehen und Malen geht, um Illusion und Realität.
Es sind die unbeschreiblich schönen Momente der Farben und der Begegnungen zwischen zwei Menschen, die dem Film etwas geheimnisvoll Anziehendes verleihen, dem sich der Zuschauer nur schwer entziehen kann. Vermeers Rohstoffe und intensive Farben werden von Eduardo Serra (Kamera) in Kontrast zu dem grauen, farblosen Delft des 17. Jahrhunderts gesetzt, so dass die Farbigkeit der Gemälde noch verführerischer erscheint. Großaufnahmen von dem Pinsel, mit dem rotbraune Farbe auf ein Bild aufgetragen wird, und der direkte Blick durch die Camera obscura lassen den Zuschauer unmittelbar an der Entstehung der atemberaubenden Kunstwerke Vermeers teilnehmen.
Van Ruijven (Tom Wilkinson) und Vermeers Schwiegermutter Maria Thins (Judy Parfitt) Getragen wird die wundervolle Stimmung des Films besonders von der leisen, aber ausdrucksstarken schauspielerischen Leistung Scarlett Johanssons. Sie spielt zurückhaltend, zunächst unscheinbar und ihre Schönheit und Anmut erschließt sich meist erst auf den zweiten Blick, ist dann aber dafür umso intensiver. Der Film rekonstruiert Vermeers Originalgemälde bis ins kleinste Detail und lässt Scarlett Johansson scheinbar mit dem des unbekannten Mädchens mit dem Perlenohrring verschmelzen. Colin Firth überzeugt als verschlossenes Genie Vermeer, der ebenso still, aber dafür umso ausdrucksstärker in seinem Atelier agiert.
Das Werk von Peter Webber ist wie ein Gemälde entworfen: Alles scheint abgebildet zu sein, aber nichts ist konkret. So endet der Film mit der Aufnahme des Originals. „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ möchte jedoch keinen Kunstunterricht betreiben, er geht vielmehr der Frage nach, welche künstlerische Auswirkung eine Beziehung zwischen Künstler und Modell haben kann. Es geht um ein einzigartiges Gemälde, das enthüllt wird und zwei Menschen zerstört.
Das Mädchen mit dem Perlenohrring Der Franzose Alexandre Desplat schrieb einen gefühlvollen, teils wehmütig klingenden Soundtrack, der ein starkes Element der filmischen Erzählung bildet. Seine eindringlichen musikalischen Themen und Motive unterstützen die prachtvollen visuellen Eindrücke, mit denen Peter Webber das Holland des 17. Jahrhunderts zeichnet.
Die Filmemacher haben die Herausforderungen nie unterschätzt, die die Adaption eines so berühmten Romans für die Leinwand mit sich bringt. „Ein Buch zu lesen ist ein privates Vergnügen. Film ist ein ganz anderes Medium. Wir hoffen, dass die Millionen Fans des Buchs noch ein wenig mehr aus dem Film mitnehmen können, etwas, das ihren Vorstellungen entspricht. Wir wollten den Film drehen, weil dies eine wunderbare, mysteriöse, romantische Geschichte ist, die zwar im 17. Jahrhundert spielt, aber auch heute verständlich ist. Tracys Story rief geradezu nach einer Verfilmung – und wir hätten uns sowohl vor als auch hinter der Kamera kein kreativeres, talentierteres, leidenschaftlicheres Team vorstellen können, das diesem Ruf Folge leisten wollte.

Fotohinweis: © Copyright alle Bilder Concorde Filmverleih GmbH

Tipp:

CD zum Film

Hörbuch zum Film

Das Mädchen mit dem Perlenohrring Soundtrack
Das Mädchen mit dem Perlenohrring Hörbuch

 

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