Darf ich bitten?

Kurzinhalt:

Darf ich bitten?(pi). John Clark (Richard Gere) hat einen guten Job, eine wunderbare Ehefrau (Susan Sarandon) und zwei reizende Kinder. Doch trotz allem wird er das Gefühl nicht los, dass irgendetwas in seinem Leben fehlt. Jeden Tag fährt er nach der Arbeit mit der U-Bahn nach Hause - und jeden Tag auf's neue fällt ihm eine junge Frau (Jennifer Lopez) auf, die mit leerem Blick am Fenster einer Tanzschule steht. Eines Abends springt John impulsiv aus dem Zug - und ehe er sich's versieht, meldet er sich für Tanzstunden an.
Zuerst sieht alles nach einem Fehler aus: Seine Tanzlehrerin ist nicht die hübsche Paulina, die er am Fenster gesehen hatte, sondern die ältere Miss Mitzi (Anita Gillette), beim Tanzen stellt sich John ziemlich ungeschickt an, und als er endlich Paulina vorgestellt wird, fährt diese ihn kaltschnäuzig an, er sei hoffentlich nicht auf der Suche nach einem Date.
Doch je mehr Stunden John absolviert, desto mehr verliebt er sich ins Tanzen, das eine neue Lebensfreude in ihm weckt. Während er fieberhaft versucht, seine neu gewonnene Leidenschaft vor seiner Familie und seinen Kollegen geheim zu halten, trainiert er gleichzeitig mit seinen neuen Freunden aus der Tanzschule für Chicagos größten Tanzwettbewerb. Auch Paulina, die vor einem Jahr eine herbe Enttäuschung erlebt hat, lässt sich von seinem Enthusiasmus anstecken und findet wieder Spaß am Tanzen.
Indessen wird Johns Frau Beverly langsam misstrauisch. Ihr Mann scheint wie ausgewechselt und verbringt immer weniger Zeit zu Hause. Als sie sich nicht mehr zu helfen weiß, heuert sie einen Privatdetektiv an... .

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(sl). "Der Film "Darf ich bitten" handelt nicht nur von einem ruhelosen Mann, der die Welt des Tanzes für sich entdeckt", sagt Regisseur Peter Chelsom. "Es geht vielmehr um eine Gruppe von Menschen, die die Chance erhalten, herauszufinden, wer sie schon immer sein wollten. Diese Geschichte von der Suche nach dem wahren Glück könnte überall spielen - aber das Tolle am Tanzen ist, dass du damit manchmal mehr ausdrücken kannst als mit tausend Worten."
Darf ich bitten? - Richard Gere und Jennifer Lopez 1996 eroberte das Original "Shall we dance" ("Dansu Wo Shimasho Ka") von Regisseur Masayuki Suo, der auch das Drehbuch geschrieben hatte, die Herzen der japanischen Zuschauer. Ausgezeichnet mit 13 japanischen Oscars, trat "Shall we dance" seinen Siegeszug um die Welt an, wurde als originalsprachiger Film auch in den USA und Europa ein Erfolg.
Drehbuchautorin Audrey Wells war vom Original zutiefst berührt. Sie begann damit, "Shall we dance" in einen englischsprachigen Film umzuarbeiten - und entdeckte dabei schnell, dass sich mehr als die Sprache ändern musste. Das ganze kulturelle Umfeld sollte neu geschaffen werden. Der Schauplatz wurde nach Amerika verlegt, mit seiner offeneren Gesellschaftsstruktur. Audrey Wells brachte auch den Humor auf amerikanisches Niveau, verlieh dem komisch angehauchten Tanzschul-Personal einen gewissen Chicago-Touch und definierte vor allem den Kampf der Hauptfigur neu. Denn John Clark ist nicht, wie sein Vorbild im Original, gefangen in den rigiden Strukturen der japanischen Gesellschaft, sondern in seiner eigenen Vorstellung von sich als Vater und Anwalt, ein typischen berufstätigen Großstadt-Amerikaner, "einen, der alles bestens kann, aber nicht mehr weiß, wie man träumt - bis er dieses Tanzstudio betritt".
Darf ich bitten? - Zwischen Paulina (Jennifer Lopez) und John (Richard Gere) scheint es mächtig zu knistern auf den Tanzdielen. Dieses Wiederentdecken der Fähigkeit zum Träumen zieht sich durch den ganzen Film, von Jennifer Lopez' desillusionierter Profi-Tänzerin, die erkennt, dass sie wieder an Wettbewerben teilnehmen will, bis zu Stanley Tuccis haarsträubendem Ballsaal-Möchtegern, der endlich lernt, er selbst zu sein.
"Darf ich bitten" vermittelt die pure Freude am Herumwirbeln auf der Tanzfläche, beim Gesellschaftstanz, in den Armen eines Partners, der jeden Schritt kennt. Auch wenn die Geschichte ein anderes Ambiente hat, bleibt der Tanz im Mittelpunkt. Die Gesten und Bewegungen von John Clark und seinen neuen Freunden erzählen Teile der Geschichte und enthüllen die unbeschreiblichen Gefühle, die sich der Sprache entziehen.
Darf ich bitten? -  John und Beverly Clark (Richard Gere und Susan Sarandon) bei einer spontanen Tanzeinlage in der heimischen Küche. Die Schauspieler sind wunderbar auf die entsprechenden Rollen besetzt worden. Richard Gere scheint nicht zu spielen, sondern seine Freude am Tanzen und das Glück, das er dabei empfindet, wirklich bei der Arbeit zu diesem Film gefunden zu haben. Auch Jennifer Lopez wirkt überaus authentisch als Tanzlehrerin. Gelungen ebenfalls Susan Sarandon als zweifelnde Ehefrau. Bis in die kleinste Nebenrolle ist dieser Film perfekt besetzt, ebenso wie die Ausstattung des Films und die Drehorte. Und natürlich ist die Musik wunderbar!
Der leise Witz, der sich durch den ganzen Film zieht, ist immer gelungen portioniert. Nie wirkt etwas lächerlich. Das besondere an "Darf ich bitten" ist aber, dass der Film nicht ein einziges Mal kitschig wird und obwohl man als Zuschauer immer darauf wartet, dass zwischen John und Paulina eine Affäre beginnt, bedient der Film dieses Klischee eben nicht.
Der Tanzfilm, übrigens der erste, der sich nur mit dem Standardtanz beschäftigt, wird sicherlich einen Run auf die Tanzschulen auslösen. Gut so! Denn wer gerne tanzt, für den ich "Darf ich bitten" ein Muss, und für alle anderen die Chance endlich zu verstehen, was Tanzen wirklich sein kann - einfach schön.
"Darf ich bitten" ist ein Plädoyer für die Ehe und dafür, auf sein Innerstes zu hören. Ein wunderbar leichtfüßiger Film mit Herz und Witz, der die Seele zutiefst berührt!

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Besetzung und Stab:

John Clark Richard Gere
Beverly Clark Susan Sarandon
Paulina Jennifer Lopez
Link Peterson Stanley Tucci
Bobbie Lisa Ann Walter
Chic Bobby Cannavale
Vern Omar Benson Miller
Miss Mitzi Anita Gilette
Privatdetektiv Richard Jenkins
Originaltitel Shall we dance?
Filmlänge 107 Minuten
FSK keine Altersbegrenzung
Regie Peter Chelsom
Drehbuch Audrey Wells
Produktion Simon Fields
Kamera John De Borman, B.S.C.
Kostüme Shophie de Rakoff Carbonell
Chareografie John O'Connell
Musik Randy Spendlove

Infos:

Weitere Informationen zum Film unter: www.movie.de

Tipp:

CD zum Film

Darf ich bitten? Soundtrack

 

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