Das Comeback
Kurzinhalt:
(sl).
New York, 1928. Jim Braddock (Russell Crowe), liebender Ehemann und treu
sorgender Familienvater, ist auf dem besten Wege als Boxer die große
Karriere zu machen. Regelmäßig gewinnt er seine Kämpfe mit
beeindruckender Leichtigkeit und hat beste Aussichten auf einen Weltmeisterschaftskampf.
Doch das Glück wendet sich so schnell, wie es gekommen war: Nur fünf
Jahre später ächzt Amerika im eisernen Griff der Großen
Depression.
Vom Glück verlassen und von zahllosen Verletzungen zurückgeworfen,
sind Jim Braddocks Träume vom Sportruhm längst geplatzt. Ohne
Geld, ohne Arbeit, ohne Zukunft, ohne Boxlizenz geht es für ihn, seine
treue Frau Mae (Renée Zellweger) und ihre drei Kinder wie für
Millionen anderer Amerikaner längst nur noch ums nackte Überleben.
Nur Jims gelegentliche brutale Knochenjobs an den Docks halten die Familie
über Wasser. Doch Jim Braddock gibt nicht auf. Sein ehemaliger Manager
Joe Gould (Paul Giamatti) bietet ihm einen einzigen Boxkampf an, und Jim
packt die Gelegenheit beim Schopf. Obwohl er krasser Außenseiter ist,
setzt er sich durch. Das Wunder wird wahr.
Jim Braddock eilt von Triumph zu Triumph und wird zum Held der vom Schicksal
gebeutelten Massen. Schließlich wartet der Kampf um den Schwergewichtstitel
auf Jim, den "Cinderella Man" - ausgerechnet gegen den in allen Belangen
überlegenen Max Baer (Craig Bierko), der bereits zwei Gegner im Ring
getötet hat. Wieder geht es für Jim ums nackte Überleben...
.
Bewertung: 


(sl). Nach ihrem Oscar®-Triumph mit "A Beautiful Mind" melden sich Superstar Russell Crowe und sein Regisseur Ron Howard zurück mit einer überwältigenden Saga, die noch mitreißender, noch packender und noch emotionaler ist als ihr vorangegangener Erfolg. Basierend auf der wahren Geschichte des Boxers James J. Braddock, genannt Jim, der mit seinen unerwarteten Triumphen zur Leitfigur eines Amerika wurde, das in der Zeit der Großen Depression alle Hoffnungen verloren hatte, erzählen sie mit großem Einfühlungsvermögen von einem einfachen Mann, der nur seine Familie vor der Armut retten will und dabei zum Helden einer ganzen Nation wird. An Russell Crowes Seite spielen auch Oscar®-Gewinnerin Renée Zellweger, der unvergleichliche Paul Giamatti und der charismatische Craig Bierko. Voller unvergesslicher Szenen und sensationell intensiver Boxsequenzen, ist "Das Comeback" schon jetzt ein Klassiker des amerikanischen Kinos.
Amerika
zurzeit der großen Weltwirtschaftskrise: Karrieren, Hoffnungen, Existenzen
wurden bedingungslos begraben. Auch Jim Braddock ist einer von 15 Millionen
Arbeitslosen, die es besonders schwer getroffen hat. Das idyllische Häuschen
mussten er und Mae vor Jahren aufgeben. Erst im Laufe des Films "Das Comeback"
erfährt der Zuschauer, dass Jim Braddock sein ganzes Geld in Aktien
angelegt hatte, die nach dem großen Börsencrash nichts mehr wert
waren und so in große Armut gestürzt wurde. Mittlerweile leben
Jim und Mae mit ihren drei Kindern Howard, Jay und Rosie in einem zugigen
Hinterhofloch und können kaum noch das Geld für Strom, Gas und
Milch aufbringen. Für Jim ging es hoffnungslos bergab: Eine Reihe von
Verletzungen und unglückliche Entscheidungen der Ringrichter haben
ihn zurückgeworfen. Der so hoffnungsvolle Boxer, einst eine Attraktion
und auf dem Marquee des Madison Square Garden stets ganz oben genannt, müht
sich in verzweifelten Nebenkämpfen, um gerade mal das nötigste
Geld zusammenzukratzen.
Aber
es sieht nicht gut aus: Längst hat Jims Coach Joe gemerkt, dass dessen
rechte Hand - die starke Schlaghand - angeschlagen, verknorpelt und ermüdet
ist. Wenn Jim auf sie setzt, besteht die Gefahr eines komplizierten Bruchs,
der das endgültige Ende seiner ohnehin angeschlagenen Karriere bedeuten
würde. Und genau so kommt es: Am 25. September 1933 steht Jim Braddock
mit seinem auch nicht gerade berühmten Kontrahenten Vernon im Ring.
Es ist ein verbissener, verzweifelter und doch müder Fight zweier Boxer,
die ihre beste Zeit hinter sich haben. Weil Jim mit seiner schwachen Linken
einfach nicht punkten kann, lässt er sich zu einem Schlag mit der Rechten
hinreißen - und bricht sich dabei das Handgelenk. Doch damit nicht
genug: Wie um Jims sämtliche Hoffnungen zu zerschlagen, entzieht ihm
der allmächtige Boxpromoter Jimmy Johnston (Bruce McGill) auch noch
die Lizenz. Ende. Aus.
Aber
Jim Braddock ist Ire, ein stolzer Ire, der mit allen Mitteln versucht, sich
und die Familie über Wasser zu halten. Mit eingegipster Hand arbeitet
er in den Docks. Als der Strom und das Gas dennoch wegen unbezahlter Rechnungen
abgestellt werden und Mae in ihrer Verzweiflung die im Winter krank gewordenen
Kinder zu ihren Verwandten schickt, beantragt er in New Jersey Sozialhilfe.
Doch das Geld reicht nicht. Weil Jim das Geld braucht, um auch seine Kinder
zurück zu holen, nimmt er eine weitere Erniedrigung auf sich: In den
Räumen der Boxkommission im Madison Square Garden erbettelt er sich
von Impresario Johnston und den anderen hohen Herren den Fehlbetrag - die
ergreifendste Szene des ganzen Films "Das Comeback" und mit einer unglaublichen
Intensität von Russell Crowe gespielt! Die letzten fehlenden Ein-Dollar-fünfzig
steckt dem deprimierten Jim Braddock sein ehemaliger Trainer Joe in die
Tasche.
Und
eben Joe ist es auch, der Jim Braddock zu seiner zweiten Chance verhilft:
Joe bietet ihm für 250 Dollar einen einmaligen Boxkampf gegen den potenziellen
Championship-Kampf-Anwärter Corn Griffin an, am 14. Juni 1934 im Vorprogramm
des Weltmeisterschaftsfights zwischen der schier unbesiegbaren Kampfmaschine
Max Baer (Craig Bierko) und Primo Canera. Begeistert sagt Jim zu. Obwohl
er ein krasser Außenseiter ist, obwohl er seit Wochen nicht mehr trainieren
konnte, obwohl er mit knurrendem Magen in den Ring steigt, behält Jim
Braddock sensationell die Oberhand: Mit einer überraschend starken
Linken, gestählt vom Schleppen der schweren Säcke in den Docks,
streckt Jim seinen Gegner nieder und gewinnt. Ein unfassbares Comeback,
mit dem niemand rechnen konnte.
Joes
genialem Taktieren ist es zu verdanken, dass es nicht bei diesem einen Kampf
bleibt. Fortan eilt Jim von Sieg zu Sieg. Die Herzen der Menschen fliegen
ihm förmlich zu: Einer der ihren ist es, der da kämpft und beweist,
dass er nicht nutzlos ist. Als Jim mit dem ersten Geld, das er im Ring verdient
hat, auch noch seine Sozialhilfe zurückzahlt, ist er endgültig
der Held der Massen. Kein Rückschlag kann Jim Braddock aufhalten. Ein
Sportjournalist tauft ihn "Cinderella Man", weil seine Erfolgsgeschichte
einem Märchen gleicht. Einzig Mae ist erschüttert: Sie lebt in
der ständigen Angst, ihrem Mann könne im Ring ein Unglück
widerfahren. Besorgt sucht sie Jims Trainer Joe in dessen nobler Wohnung
in einem feinen Viertel von New York auf, um ihn zur Rede zu stellen. Sie
muss feststellen, dass auch Joe nichts mehr hat. Die prachtvolle Wohnung
steht vollkommen leer. Sein letztes Geld hat Joe zusammengekratzt, um Jims
Training bezahlen zu können. Alle seine Hoffnungen ruhen auf dem Boxer.
Mae beginnt zu erkennen, dass ihr Mann längst mehr ist als nur ein
Sportler, er ist ein Vorbild, eine Inspiration für Millionen vom Glück
Benachteiligter. Und sie versteht, dass ihr Jim Braddock gar nicht anders
kann, als sich dem Weltmeisterschaftskampf mit dem arroganten Max Baer zu
stellen, auch wenn der bereits zwei seiner Gegner im Ring totgeschlagen
hat. Am 13. Juni 1935 ist es soweit. Der Fight kann beginnen. Er wird in
die Annalen der Boxgeschichte eingehen... .
"Die Geschichte von Jim Braddock bewegt auch heute noch so sehr, weil es eine Ballade ist, die uns daran erinnert, wie bemerkenswert das menschliche Belastungsvermögen und die Macht der Liebe sein können. "Das Comeback" ist eine wahrhaft amerikanische Geschichte darüber, wie man auch mit den unerträglichsten Momenten fertig wird, sich den täglichen Härten des Lebens stellt und unentwegt einem selbst gesetzten Ziel - das kann ein so simples Ziel sein, wie seiner Familie Essen auf den Tisch zu stellen - entgegen strebt, egal was dabei herauskommen mag. Diese Art von Geschichte, diese Art von filmischer Reise hat mich als Filmemacher schon immer fasziniert", erklärt Regisseur Ron Howard. Ja, es ist die typische Geschichte des amerikanischen Traums, doch hebt sich "Das Comeback" wohltuend von den anderen Geschichten des gleichen Themas ab. Sehr gefühlsbetont und doch nie in den Kitsch abgleitend, wird hier der Zeitgeist Amerikas eingefangen. Das liegt nicht nur an der liebevoll detaillierten Ausstattung, sondern vor allem an den bis in die kleinsten Nebenrollen brillant besetzten Films. Und auch der überaus gelungene Soundtrack von Thomas Newman trägt erheblich zum Kinogenuss bei.
Fazit:
Spannend bis zur letzten Minute: "Das Comeback" ist eine absolut
authentische Verfilmung und fängt den Zeitgeist des damaligen Amerikas
gelungen ein. Ein Film für die große Leinwand und absolut sehenswert
auch für alle, die sich nicht fürs Boxen interessieren!
Alle Bilder: Copyright © Universal Pictures-Miramax
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Besetzung und Stab:
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