De-Lovely – Die Cole Porter Story
Kurzinhalt:
(pi).
New York 1964. Cole Porter (Kevin Kline) ist einer der Könige des Broadway-Musicals,
einer der berühmtesten Songwriter Amerikas, doch ein glücklicher
Mann ist er nicht mehr. Melancholisch am Piano in seinem Appartement sitzend,
tritt der 73-Jährige eine Reise in seine Erinnerungen an, in eine Zeit,
in der alles möglich war.
In Paris, an der Schwelle zu den Roaring Twenties, begegnet der aufstrebende
Komponist Linda (Ashley Judd). Sie wird die Muse und die Liebe seines Lebens,
aber auch der Mensch, der in der gemeinsamen Ehe die größten
Opfer bringt. Denn der Erfolg Cole Porters hat viele Begleiter - viele Männer,
die auf den nicht endenden Partys und Premieren seinem Witz und Charme erliegen.
Während sich Cole vom Rausch des Lebens treiben lässt, am Broadway
und in Hollywood Karriere macht, hält Linda die Beziehung zusammen,
bis beide Partner scheinbar unausweichlich auseinander driften. Doch der
Mann, der so geistreich und melodisch die Liebe zu fassen verstand, ist
längst von ihr gefangen. Nach einem Reitunfall ist sein Bein zerschmettert,
sein Glück mit Linda aber wieder intakt. Obwohl er weiter Affären
hat, sie sich damit arrangieren muss, und die größte Prüfung
beiden noch bevorsteht... .
Bewertung: 

(sl). Mit George Gershwin, Jerome Kern, Irving Berlin und Richard Rodgers gehört Cole Porter zu den Legenden der amerikanischen Songschreiber. Der neue Film von Oscar®-Preisträger Irwin Winkler, Produzent moderner Klassiker und Regisseur ambitionierter Dramen, erinnert an den begnadeten Komponisten, Texter und komplexen Menschen. In den Hauptrollen spielen und singen (!) Broadway-Darsteller und Oscar®-Gewinner Kevin Kline und Ashley Judd nach einem Drehbuch von Jay Cocks.
Der
Film beginnt und endet mit dem gleichen Bild: In Gedanken vertieft, sitzt
Cole Porter (Kevin Kline) am Klavier in seinem Appartement und spielt die
melancholische Ballade "Night and Day" - einen von vielen Evergreens aus
vier Jahrzehnten, die den Komponisten weltberühmt gemacht haben. Am
Ende aller Tage und Nächte, am Ende eines ereignisreichen und dramatischen
Lebens, unternimmt Cole Porter eine Reise in die Vergangenheit, begleitet
von einem Regisseur namens Gabe (Jonathan Pryce), der über ihn ein
biographisches Musical plant. Wie von magischer Hand geführt, füllt
sich die Bühne eines leeren Theaters, tauchen vertraute Figuren aus
Cole Porters Erinnerungen auf. Noch einmal sieht er Freunde, Kollegen, Liebhaber
und vor allem seine Frau Linda (Ashley Judd) wieder, blickt zurück
auf eine Zeit, in der alles möglich und vieles unvergesslich war.
Auf
einer Party fällt Linda, einer klugen, vermögenden und geschiedenen
amerikanischen Schönheit aus der High Society, der elegant gekleidete,
geistreiche Mann am Klavier auf. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, streifen
bald vertraut durch die Pariser Gärten und werden ein Paar. Dass Männer
für Cole nicht nur Freunde, sondern auch Liebhaber sind, akzeptiert
Linda. Sie wird die Konstante seines ausschweifenden Lebens, seine Muse,
die fest an sein großes, noch weit gehend unentdeckt gebliebenes Talent
glaubt - und schließlich auch seine Frau. Sie leitet seine Karriere,
bringt Cole mit den richtigen Leuten zusammen, die für sein Weiterkommen
wichtig sind. Doch die Opfer, die Linda für ihre Ehe bringen muß,
gehen immer mehr an ihre Subtanz. Nach einer Fehlgeburt und dem immer mehr
ausschweifenden Liebesleben ihres Mannes mit jungen Liebhabern, verlässt
sie Cole. Doch als er bei einem Reitunfall schwer verletzt wird, eilt sie
zurück an seine Seite, nicht wissend, dass ein noch schlimmerer Schicksalsschlag
beiden bevorsteht... .
Ashley Judd und Kevin Kline bestechen in dem Film "De-Lovley – Die Cole Porter Story" durch Musikalität und Spielfreude. Beide singen selbst, und Gott sei Dank sind die Songs im Original mit deutschen Untertiteln erhalten geblieben. Vor allem Ashley Judd nimmt man die intensive Darstellung der zunehmenden Zerissenheit ab, mit der sie zu kämpfen hat, während Kevin Kline vor allem durch die leichtfüßige Darstellung des Cole Porters beeindruckt und seiner Wandlung zum gezeichneten und depressiven Mann, der nach 25 Operationen seinen Schmerz immer mehr mit Alkohol betäubt und am Ende seiner musikalischen Fähigkeiten angelangt.
In
Rückblenden, die am Anfang etwas zu hektisch wirken, erzählt der
Musikfilm "De-Lovley" in wunderschön fotografierten Bildern und bis
ins kleinste Detail perfekt und authentisch ausgestattet über Cole
Porter - sein öffentliches und privates Leben und über die großartige
Musik, die daraus entstand. Vieles entspricht der Wahrheit, einiges ist
Fantasie, aber alles bleibt dem Geist Cole Porters treu. Superstars der
internationalen Musikszene interpretieren die von Stephen Endelman wunderbar
arrangierten Cole Porters Evergreens für eine neue Generation, darunter
Robbie Williams, Elvis Costello, Alanis Morisette, Sheryl Crow, Diana Krall,
Natalie Cole und Simply-Red-Frontman Mick Hucknall.
"De-Lovley" umspannt nahezu 40 Jahre, was aber leider durch fehlende Jahresangaben schlecht zu erfassen ist. Er springt von Paris nach Venedig, dann nach New York und Hollywood, begleitet von über 30 Porter-Songs. Es ist eine einzigartige, zeitlose Liebesgeschichte über einen Mann, der einige der bezauberndsten und in ihrem Charme beständigsten Songs des 20. Jahrhunderts komponierte. Über seine Musik suchte Cole Porter sein Leben lang nach der Bedeutung der Liebe, die er tatsächlich die ganze Zeit längst an seiner Seite erlebte.
"De-Lovley" ist ein musikalischer Liebesfilm ganz im Stil der alten Musicalfilme, der nicht nur Cole Porters Musik wieder aufleben lässt, sondern vor allem ein Plädoyer für Toleranz und die Ehe ist!
Alle Bilder: © 2004 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures,
Inc. All rights reserved.
Besetzung und Stab:
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Infos:
Weitere Informationen zum Film unter: www.delovely-derfilm.de
Tipp:
CD zum Film |
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