Eine zauberhafte Nanny
Kurzinhalt:
(pi).
Emma Thompson, Oscarprämierte Drehbuchautorin, beweist mit "Eine zauberhafte
Nanny" erneut, wie gut sei beides kann: schreiben und spielen. In ihrem
zauberhaften Märchen glänzt sie an der Seite von Colin Firth,
Kelly MacDonald und Angela Landsbury.
Emma Thompson ist das Kindermädchen Nanny McPhee. Sie soll den Haushalt
des verwitweten Mr. Brown (Colin Firth) führen und sich um die Erziehung
seiner sieben frechen und vorlauten Kinder kümmern. Die Bande, die
bereits 17 Vorgängerinnen in kürzester Zeit an den Rand des Wahnsinns
trieb, wird vom ältesten Sohn Simon (Thomas Sangster) angeführt
und ist sich auch bei Nummer 18 sicher, keine allzu großen Probleme
zu bekommen. Doch bei Nanny McPhee laufen alle Provokationen ins Leere.
Vielmehr noch, sie ziehen wunderbare Konsequenzen nach sich. Wer ist diese
mysteriöse Fremde, die es vermag, andere zu verändern?
Nanny McPhee ist eine Geschichte, die den Zuschauer in eine zauberhafte
Welt entführt.
Bewertung: 

(sl).
Die sieben Brown-Kinder - Simon, Tora, Eric, Lily, Christianna, Sebastian
und Baby Aggy - sind wahrscheinlich die ungezogensten Kinder aller Zeiten.
Ihr leidgeprüfter Vater, Mr. Brown (Colin Firth), hat alle Hände
voll zu tun, seine frechen Sprösslinge über die Runden zu bringen
und arbeitet deshalb fast rund um die Uhr im örtlichen Bestattungsinstitut.
Die Mutter der Kinder ist erst vor einem Jahr verstorben, doch Mr. Browns
herrische Tante Adelaide (Angela Lansbury), die auch sein schmales Einkommen
aufbessert, hat gedroht, ihre finanzielle Unterstützung für die
Familie einzustellen - es sei denn, Mr. Brown heiratet innerhalb des nächsten
Monats. Sollte er das nicht tun, erwartet ihn das Schuldnergefängnis
- und die Kinder ein unvorstellbar schlimmes Schicksal.
Mr.
Brown beschließt, den Kindern nichts davon zu erzählen - doch
sie finden es trotzdem heraus. Als Folge davon benehmen sie sich noch schlechter,
und ihre haarsträubenden Streiche schlagen auch Kindermädchen
Nummer 17 binnen kürzester Zeit in die Flucht. Simon, der älteste
Sohn und Anführer der Rasselbande, führt eine Liste, wie schnell
jedes der bisherigen Kindermädchen verscheucht werden konnte. Mr. Brown
hört immer wieder, er brauche das Kindermädchen "Nanny McPhee"
(Emma Thompson) - er hat jedoch keine Ahnung, wer sie ist oder wo er sie
finden könnte. "Eher schneit es im August, als dass diese Familie
in Ordnung kommt", knurrt die erschöpfte Köchin, Mrs. Blatherwick
(Imelda Staunton), zur Küchenmagd Evangeline (Kelly MacDonald), die
die Brown-Kinder trotz deren unmöglichen Betragens sehr liebt. Familie
Brown braucht ein Wunder. Was sie bekommen, ist Nanny McPhee.
Eines
Nachts, als die Kinder in Mrs. Blatherwicks Küche - zu der die Kleinen
natürlich eigentlich keinen Zutritt haben - alles auf den Kopf stellen,
taucht an der Haustür plötzlich die legendäre Nanny McPhee
auf: Eine ernsthafte und auf ulkige Weise hässliche, kleine Frau mit
Knollenase, buschigem Augenbrauenbalken, haarigen Warzen und einem besonders
verwirrenden Zahnstumpf. Doch ein einziger Wink von Nanny McPhees Zauberstab
verändert alles. Es entbrennt ein Kampf der Willensstärke zwischen
Simon und Nanny McPhee, bei dem es darum geht, ob Simon ,bitte' sagt; doch
als es schon scheint, als würde er "die Köchin zum explodieren
und Aggy zum kochen bringen", gibt Simon schließlich nach und
spricht das Wort aus, das er sonst niemals sagt. Und er sagt es ganz höflich.
Augenblicklich ist die Küche blitzblank und ordentlich, und weder die
Köchin noch Evangeline können sich an das Chaos erinnern - und
auch nicht an den Zauber, deren Zeuginnen sie gerade geworden sind. Die
Kinder aber wissen noch alles; Nanny McPhee teilt den Kindern ihren Leitsatz
mit: "Wenn ihr mich braucht, mich aber nicht wollt, dann muss ich bleiben.
Wenn ihr mich wollt, mich aber nicht mehr braucht, dann muss ich gehen."
In
den darauffolgenden Tagen stellen die Kinder fest, dass - egal was sie auch
anstellen - Nanny McPhee es scheinbar genießt, deren Untaten dazu
zu nutzen, um den Kindern selbst eine Lektion zu erteilen. In der Zwischenzeit
verkompliziert sich die Lage für Mr. Brown, als Tante Adelaide eintrifft
und ankündigt, eines der Mädchen mitnehmen und bei sich großziehen
zu wollen. Die Kinder belauschen diesen Plan und rebellieren. Als Tante
Adelaide jedoch eines der echten Brown-Mädchen erspäht und schnappen
kann, bemerken die übrigen Kindern, dass ihnen nichts übrig bleibt
als sich hilfesuchend an die Frau zu wenden, die gesagt hatte, sie werde
immer für sie da sein. Nanny McPhee antwortet auf den Hilferuf und
lenkt Tante Adelaide ab. Das Täuschungsmanöver gelingt, die Mädchen
sind in Sicherheit und die Kinder beginnen, diese Nanny, die sie zuerst
als Feindin betrachtet haben, nun mit ganz anderen Augen zu sehen. Außerdem
stellen sie fest, dass etwas sehr geheimnisvolles vor sich geht: Während
sie von Nanny McPhee lernen, verändert sich scheinbar deren Aussehen.
Die Warzen verschwinden, die Nase wird kleiner, der Augenbrauenbalken normalisiert
sich. Hat sie sich wirklich verändert? Oder hat sich die Einstellung
der Kinder verändert?
Als
der Stichtag für Mr. Browns Eheschließung näher rückt,
lädt er widerwillig die furchtbare Mrs. Quickly (Celia Imrie) zum Tee
ein - eine Frau, die es so sehr auf ihn abgesehen hat, dass sie bereits
auf der Beerdigung ihres eigenen dritten Ehemannes mit Mr. Brown geflirtet
hat. Mrs. Quickly trifft ein, und die Streiche nehmen ihren Lauf - doch
nichts zeigt die gewünschte Wirkung. Nanny McPhee fordert die Kinder
dazu auf, sich selbst etwas einfallen zu lassen. Die Kinder überreden
ihren Vater, die fürchterliche Frau doch um ihre Hand zu bitten. Nanny
McPhee offenbart Mr. Brown, dass er eine der wichtigsten Lektionen gelernt
hat: zuhören. Und wieder scheint sich ihr Aussehen zu verändern.
Am Tag der Hochzeit scheint es, als stünden die Browns vor einem ausweglosen
Dilemma. Wird Mr. Brown wirklich Mrs. Quickly heiraten müssen? Wird
den Kindern noch etwas einfallen? Nanny McPhees Zauberkräfte spielen
jetzt zusammen mit der Klugheit der Kinder eine entscheidende Rolle und
führen zu etlichen lustigen und gefühlvollen Überraschungsmomenten.
So wandelt sich der gefürchtete Hochzeitstag zu einem Anlass für
große Glücksgefühle - und das erinnert Nanny McPhee an ihren
Leitsatz: Wenn die Kinder sie wollen, aber nicht mehr brauchen, muss sie
gehen... .
Die
Kinderbücher - drei Bände ("Nurse Matilda", "Nurse Matilda Goes
to Town" und "Nurse Matilda Goes to Hospital"), die nicht mehr verlegt wurden
- schrieb Christianna Brand Anfang der 1960er Jahre und erzählen die
Legende eines merkwürdig aussehenden, magischen Kindermädchens,
das eine Großfamilie mit sehr ungezogenen Kindern zähmt. Diese
Nanny setzt Zauberei ein, um den Kindern wichtige Lektionen zu erteilen
- und wenn die Kinder eine Lektion lernen, verändert sich scheinbar
auch das Aussehen des Kindermädchens. Die Geschichten von Nurse Matilda
wurden über Generationen hinweg in der Familie der Autorin durch Erzählungen
weitergegeben. Christianna Brand war das Pseudonym von Mary Christianna
Lewis, einer preisgekrönten Mystery-Autorin; sie erwähnte die
Protagonistin Nurse Matilda zum ersten Mal in ihrer Anthologie "Naughty
Children", für die ihr Cousin, der berühmte Kinderbuchillustrator
Edward Ardizzone, die Illustrationen anfertigte, und nahm diese Figur dann
in drei weiteren Büchern wieder auf. Emma Thompson erinnert sich: "Die
Bücher fand ich bei mir im Regal. Es war nicht meine Lieblingslektüre,
doch ich mochte sie sehr und fand die Illustrationen toll. Sie sind geistreich,
voller trockenem und schwarzem Humor, aber gleichzeitig sehr zartfühlend
und süß. Der erste Band fiel mir vor ungefähr sieben Jahren
wieder in die Hände und ich fand, es hat etwas Interessantes an sich."
Dabei hat sie die Geschichte allerdings sehr frei adaptiert, denn in der
Buchvorlage ist Mr. Brown kein Witwer, und es gibt auch mehr als sieben
Kinder. Das sei Emma Thompson jedoch insofern verziehen, als dass ihr Film
bedeutend witziger ist als das Buch, das jüngst auch hierzulande unter
dem Titel "Nanny Matilda" erschienen ist. Nur wenige Male rutsch Emma Thompsons
"Eine zauberhafte Nanny" in den Klamauk ab und wirkt leicht überzogen.
Sie selbst brilliert in der Rolle der Nanny und ihre zurückhaltende
Gestik und Mimik, wenn sie Kindern und Vater ihre Lektionen erteilt, sind
einfach weltklasse.
Fazit: "Eine zauberhafte Nanny" ist ein unterhaltsamer und teils sehr witziger Film für die ganze Familie, der wunderschön ausgestattet ist und mit einem schönen Soundtrack untermalt wurde.
Alle Bilder: © 2005 Warner Bros. Ent.
Besetzung und Stab:
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Infos:
Weitere Informationen zum Film unter:
http://www.eine-zauberhafte-nanny.de
Tipp:
CD zum Film |
Buch zum Film |
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