In The Cut
Kurzinhalt:
(pi).
Frannie Avery (Meg Ryan), ein bis dahin eher leidenschaftslos lebender New
Yorker Single, steigt die Kellertreppe der Red Turtle Bar hinab –
und damit in die Untiefen ihrer eigenen Begierden. Durch Zufall beobachtet
sie im Halbdunkel der Bar eine Oralsex-Szene: der Kopf einer Frau in seinem
Schritt, ihre Bewegungen, ihre langen blauen Fingernägel, dahinter
die Umrisse des Mannes, sein Tattoo auf dem Handrücken. Das Bild geht
Frannie nicht mehr aus dem Kopf.
Nichts geht mehr seinen gewohnten Gang, als am nächsten Morgen die
grausam entstellte Leiche der Frau mit den blauen Fingernägeln gefunden
wird. Und der Mann mit dem Tattoo sich Frannie als Detective Malloy (Mark
Rufallo) vorstellt, der in dem Mordfall ermittelt.
Der undurchschaubare Macho Malloy fasziniert Frannie, und eine verhängnisvolle
Beziehung zwischen Zeugin und Detective nimmt ihren Lauf, bis ein weiterer
Mord geschieht. Hin- und hergerissen zwischen Misstrauen und Verlangen,
zwischen Faszination und Angst, droht Frannie die Kontrolle über ihre
sexuellen Begierden zu verlieren und gerät in Lebensgefahr.
Bewertung: 

(pr.) "In the Cut" ist ein spannender Psychothriller und zugleich eine
ungewöhnliche Liebesgeschichte, voller Erotik
in
bester Film-Noir-Tradition. Mit dieser unheilvollen Mischung hat Regisseurin
Jane Campion einen Film geschaffen, dessen Handlung zwar nicht völlig
neu ist, jedoch mit komplexen Charakteren, facettenreichen Beziehungen und
interessanten Perspektiven überzeugt.
Meg Ryan überrascht positiv in der Rolle der Frannie Avery. Ungewöhnlich
natürlich in Aussehen und Verhalten spielt die aus Liebeskomödien
bekannte Schauspielerin überzeugend eine Frau, die sich hinter der
Fassade der selbstbewussten, redegewandten Dozentin versteckt, tatsächlich
jedoch ein wenig hilflos und innerlich zerrissen ist. Mark Ruffalo ist wunderbar
in seiner Rolle als machohafter Detective Malloy. Als Zuschauer schwankt
man zwischen Abneigung und Akzeptanz dieses Mannes, zwischen Vertrauen und
Verdacht. Als Frannies offenherzige Halbschwester Pauline überzeugt
Jennifer Jason Leigh.
Der
Zuschauer wird zum Voyeur der Beziehung zwischen Männern und Frauen,
zum Zeugen von Leidenschaft und Zerstörung in einer chaotischen Großstadt.
Die Schauspieler wirken mit wenig Make-Up und ihren menschlichen Makeln
und Abgründen äußerst natürlich. Gelungen taucht Jane
Campion die Szenen in den Wechsel von Schatten und Licht. Liebevolle Details
wie der Zoom auf die Hände der Protagonisten wechseln mit dem Blick
durch Frannies Augen, in Bahn oder Auto sitzend, auf ein New York mit seinen
hässlichen und schönen Seiten, bei Regen oder Sonnenschein.
Untermalt werden die Szenen mit schönen Liedern wie "Que sera, sera"
und schummrig-erotischer Barmusik. Schwarzweiße Rückblenden auf
das Märchen der Verlobung von Frannies Eltern mischen sich mit den
tragischen Ereignissen der Wirklichkeit in dem Film, der eine Länge
von 118 Minuten hat.
Für die Oscar ® -Preisträgerin Jane Campion war die Rolle
der Frannie die perfekte Ausgangsbasis für einen psychologischen Thriller,
der die unberechenbare Natur des Begehrens erforscht und all deren Seiten
bis zu ihrem düsteren und beängstigend erlösenden Charakter:
Jane Campion zeigt, wie sich aus Leidenschaft tiefe Liebe entwickelt.
Der auf Susanne Moores Roman "Aufschneider" basierende Film "In the Cut"
empfiehlt sich für Fans von hypnotischer Spannung und prickelnder Leidenschaft!
Fotohinweis: © Copyright alle Bilder Senator Film
2004
Besetzung und Stab:
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Infos:
Weitere Informationen zum Film unter: www.inthecut-derfilm.de
Tipp:
Buch zum Film |
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