Königreich der Himmel – Kingdom of Heaven
Kurzinhalt:
(pi).
Balian (Orlando Bloom), ein einfacher Schmied, hat Frau und Kind verloren
und darüber beinahe auch seinen Glauben. Der Religions-Krieg, der im
fernen Heiligen Land brennt, scheint ihm weit entfernt. Dennoch wird er
in die Ereignisse dieses immensen Dramas hineingezogen: Das Schicksal ereilt
Balian in Form des legendären Godfrey von Ibelin (Liam Neeson), einem
Kreuzritter, der kurz von seinen Kämpfen im Osten nach Frankreich heimgekehrt
ist. Er enthüllt dem erstaunten Balian, dass er sein leiblicher Vater
ist und nimmt ihn mit auf eine Reise durch die Kontinente in die sagenumwobene
Heilige Stadt.
In Jerusalem herrscht zu der Zeit - zwischen dem Zweiten und Dritten Kreuzzug - ein zerbrechlicher Frieden, der nur den Bemühungen des weisen Christen-Königs Baldwin IV (Edward Norton), unterstützt von seinem Berater Tiberias (Jeremy Irons), und der militärischen Zurückhaltung des Sagenumwobenen Muslim-Führers Saladin (Ghassan Massoud) zu verdanken ist. Aber Baldwins Tage sind gezählt, und Anfälle von Fanatismus, Gier und Eifersucht unter den Kreuzfahrern gefährden den Waffenstillstand.
Die Friedens-Vision von König Baldwin - ein Königreich der Himmel - wird geteilt von einer Handvoll Ritter, darunter Godfrey von Ibelin, die schwören, die Idee mit ihrem Leben und ihrer Ehre zu verteidigen. Als Godfrey das Schwert an seinen Sohn weiterreicht, überträgt er damit auch den Heiligen Eid auf ihn: Die Hilflosen zu beschützen, den Frieden zu wahren und sich für die Harmonie zwischen den Religionen und Kulturen einzusetzen, so dass ein Königreich der Himmel auf Erden errichtet werden kann.
Bewertung: 


(sl). „Königreich der Himmel“ ist ein monumentales Epos über Toleranz, Ehre und Menschlichkeit, das sich vor dem Hintergrund der turbulenten, emotionsgeladenen und weltverändernden Kreuzzüge abspielt. Das von Regisseur Ridley Scott geschaffene Werk verfolgt die Geschichte von Balian, einem einfachen Mann aus dem Volk, der in den Ritterstand aufsteigt und sich auf eine sein Leben verändernde Reise begibt, um Frieden und eine bessere Welt zu finden.
Die
Geschichte beginnt damit, dass Balian (Orlando Bloom), ein junger französischer
Schmied, den Verlust seiner Frau und seines Kindes betrauert. Zu diesem
Zeitpunkt ist Godfrey von Ibelin (Liam Neeson), ein hoch angesehener Baron
des Königs von Jerusalem, der sich vor allem der Erhaltung des Friedens
im Heiligen Land verpflichtet fühlt, auf der Suche nach eben diesem
Balian, seinem unehelichen Sohn.
Balian überwindet seinen Kummer und entschließt sich, Godfrey auf seiner heiligen Mission zu begleiten. Als sein Vater an den Folgen einer Verletzung stirbt, erbt Balian dessen Land und Adelstitel in Jerusalem - einer Stadt, in der Christen, Muslime und Juden während der kurzen Phase der Waffenruhe zwischen dem Zweiten und dem Dritten Kreuzzug zu einem friedlichen Miteinander gefunden haben. Es ist das Jahr 1186.
Balian
findet sich in einem neuen und fremden Land wieder, wo er einem todgeweihten
König dient und sich zu der geheimnisvollen Schwester des Königs,
Prinzessin Sibylla (Eva Green), hingezogen fühlt. Einem edlen
Ritterschwur verpflichtet und von großer Aufrichtigkeit beseelt, muss
er hier in Jerusalem beweisen, was in ihm steckt. Er wächst mit seiner
Aufgabe und wird zu einem der ehrenhaftesten und heldenmütigsten Ritter
seiner Zeit, der schließlich die Stadt und ihre Bewohner vor übermächtigen
Angriffen schützen muss. Balian ergreift das Schwert und geht in die
Geschichte ein...
„Seid ohne Furcht im Angesicht Eurer Feinde. Seid tapfer und aufrecht.
Sprecht die Wahrheit, auch wenn dies Euren eigenen Tod bedeutet. Beschützt
die Wehrlosen und tut kein Unrecht. Das ist Euer Eid...“ - Regisseur
Ridley Scott ist ein Meister der großen, epischen, Kinogeschichten,
die einen tiefen menschlichen Kern enthalten, wie er mit Filmen wie „Gladiator“,
„Blade Runner“ und „Black Hawk Down“ gezeigt hat.
In „Königreich der Himmel“ wendet er sich der Zeit der
Kreuzzüge zu, dieses Welten formende Aufeinanderprallen zwischen Europa
und dem Orient, das 200 Jahre andauern sollte. Vor diesem Hintergrund erzählt
er die zutiefst bewegende Geschichte - und das in derart berauschenden Bildern,
dass selbst die Schlachtszenen noch schön wirken. Vor allem die großartige
Kulisse Marokkos, dazu eine opulente Ausstattung und bis ins kleinste Detail
liebevoll gestaltete Kostüme machen „Königreich der Himmel“
zu einem Bilderrausch in einzigartigen Farben.
Orlando
Bloom ist mit „Königreich der Himmel“ endlich erwachsen
geworden und hat sein Image des schönen Teenagerschwarms abgelegt.
Männlich und gleichzeitig einfühlsam ohne zu weich zu wirken,
zeigt Orlando Bloom, dass er ein erstklassiger Schauspieler ist. Bemerkenswert
auch Edward Norton als Jerusalems König Baldwin IV: Als Leprakranker
spielt Edward Norton sozusagen inkognito, ist nicht zu erkennen, weil sich
sein Gesicht hinter einer silbernen Maske verbirgt. Umso grandioser seine
Leistung, nur durch Neigung des Kopfes und die Körperhaltung, den König
zu verkörpern.
Die
Musik zum Film „Königreich der Himmel“ schuf der Filmmusikkomponist
Harry Gregson-Williams, der bisher vor allem durch die Musik zu „Shrek“
und „Shrek 2“ für Aufmerksamkeit sorgte. Die Filmmusik
wurde perfekt auf den Film abgestimmt, fängt Stimmungen auf und untermalt
den Bilderrausch. Dabei ändert sich die Musik von lateinisch gesungenen
Kirchenchorälen bis hin zu instrumentalen Klängen mit arabischem
Einschlag. Durchweg zieht sich auch das wunderschöne Titelthema durch
den Film, ohne dabei aufdringlich zu werden. Den kontrastreichen und opulenten
Score-Soundtrack nahm Harry Gregson-Williams in den Londoner Abbey Road
Studios in großer Besetzung auf. Neben dem Orchester sind die 123
Stimmen des Londoner Bach-Chores und eine Gruppe türkischer Musiker
aus Istanbul zu hören.
Wie oft in großen Filmen, ist es nur eine kurze Sequenz, die zur Schlüsselszene des Films wird: Der Muslim-Führer Saladin (Ghassan Massoud) hebt im eingenommenen Jerusalem ein zu Boden gefallenes Kreuz auf, betrachtet es kurz und stellt es dann sorgsam auf einen Tisch - eine Filmszene mit unglaublicher Intensität, die gleichzeitig eine Lanze für alle Moslems bricht und zeigt, dass sich jeder von seinen Vorurteilen gegenüber anderen Religionen befreien sollte...
Fazit:
„Königreich der Himmel“ ist anspruchsvolles Erzählkino, das durch seine farbenprächtige Bildgewalt und einen wundervollen Soundtrack besticht. Vor allem aber ist dieser bewegende Film ein Plädoyer für Menschlichkeit und Toleranz. „Königreich der Himmel“ ist ein Film für die große Leinwand - auf keinen Fall im Kino verpassen!
Alle Bilder: Copyright: © 2005 Twentieth Century
Fox. ALL RIGHTS RESERVED.
Besetzung und Stab:
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Tipp:
CD zum Film |
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