Krieg der Welten

Kurzinhalt:

Krieg der Welten(pi). Am 29. Juni 2005 steht die Erde im Krieg. Von Paramount Pictures und DreamWorks Pictures kommt "Krieg der Welten" unter der Regie von Steven Spielberg und mit dem internationalen Superstar Tom Cruise in der Hauptrolle. Der Science-Fiction-Abenteuer-Thriller - eine moderne Neuerzählung von H.G. Wells bahnbrechendem Klassiker - präsentiert den außergewöhnlichen Kampf um die Zukunft der Menschheit, gesehen durch aus dem Blickwinkel einer amerikanischen Familie, die um ihr Überleben kämpft.
Tom Cruise spielt Ray Ferrier, einen geschiedenen Dockarbeiter und nicht gerade perfekten Vater. Nachdem seine Ex-Frau (Miranda Otto) und ihr neuer Ehemann seinen Teenager-Sohn Robbie (Justin Chatwin) und seine junge Tochter Rachel (Dakota Fanning) für ein seltenes Besuchswochenende bei Ray abgeliefert haben, zieht sich ein seltsames und mächtiges Gewitter zusammen.
An einer Kreuzung nahe seinem Haus, wird Ray Zeuge eines außergewöhnlichen Vorfalls, der ihr aller Leben grundlegend verändern wird. Eine gewaltige, dreibeinige Kriegsmaschine taucht aus den Tiefen der Erde auf und legt alles um sich herum in Schutt und Asche, bevor auch nur irgendjemand reagieren kann. Ein ganz normaler Tag wird plötzlich zum größten Ereignis ihres Lebens - der erste Angriff einer katastrophalen Attacke von Außerirdischen.
Ray tut alles, um seine Kinder vor diesen unbarmherzigen, neuen Feinden in Sicherheit zu bringen und begibt sich auf eine Reise, die ihn und seine Familie durch das verwüstete Umland führen wird, wo sie sich der Menschenmenge von Flüchtlingen anschließen, die versucht, der Armee von außerirdischen Tripods zu entkommen. Aber wo sie sich auch hinwenden, nirgendwo gibt es Sicherheit oder Schutz. .

 

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(pr). Es war das Jahr 1950, als tausende Amerikaner in wilder Hast ihre Häuser verließen, Familie und Habseligkeiten ins Auto verfrachteten und aus den Städten zu flüchten begannen. Was war passiert? Sie hatten das gerade im Radio laufende Hörspiel "Krieg der Welten", dessen Romanvorlage von H.G. Wells bereits aus dem Jahre 1898 datiert, für bare Münze genommen und glaubten, die Erde sei tatsächlich einem Angriff Außerirdischer ausgesetzt.

Krieg der WeltenEben dieses Stoffes hat sich nun auch Regisseur Steven Spielberg in seinem neuesten Film "Krieg der Welten" angenommen. Im Mittelpunkt seiner bildgewaltigen Apokalypse auf Zelluloid steht der Familienvater Ray Ferrier, grandios durch Tom Cruise verkörpert. Ray ist der typische Antiheld, ein einfacher Hafenarbeiter, dem man angesichts seiner rabaukenhaften Attitüden, seines liederlichen Lebensstils und der Vernachlässigung seiner beiden Kinder am liebsten das Umgangsrecht für die beiden entziehen würde. Dieses Wochenende aber sind Robbie (Justin Chatwin) und Rachel (Dakota Fanning) zu Besuch bei ihm, und während die Invasion der Außerirdischen kurz bevorsteht, sieht sich Ray mit ernsten Konflikten mit seinem 17-jährigen Sohn konfrontiert.

Krieg der WeltenEs ist diese familiäre Handlungsebene, die schwierige Beziehung Rays zu seiner Exfrau und seinen Kindern, die, eingebettet in den Kontext der größten existentiellen Bedrohung der Menschheit, diesen Film auszeichnet. Steven Spielberg zeichnet das Bild eines Vaters, der sich seiner Verantwortung für seine Familie nie bewusst war, sie geradezu abgelehnt hat, der aber im Verlauf des Films "Krieg der Welten" langsam in diese Rolle hineinwächst. Zu Beginn ist der Kühlschrank in Rays unordentlicher Bude leer, seine Kinder müssen sich etwas zu Essen bestellen, wollen sie nicht hungrig bleiben. Am Ende des Films ist er über sich hinausgewachsen und hat eine Beziehung zu seinen Kindern aufgebaut. Dazwischen liegen atemlose 120 Minuten, in denen das Schicksal seiner Familie und mit ihr der gesamten menschlichen Rasse am seidenen Faden hängt. "Es ist eine Geschichte über das Überleben, über einen Vater, der versucht, seine Kinder zu beschützen. Es geht um die grundlegenden Elemente der menschlichen Natur im Konflikt mit einem außerordentlichen, unnatürlichen Ereignis"- so beschreibt Regisseur Steven Spielberg die Thematik seines Films "Krieg der Welten".

Krieg der WeltenSteven Spielberg wollte nach Filmen wie "E.T.", die den sympathischen Außerirdischen zeigten, einen Gegenentwurf realisieren, der das Bedrohungspotential der fremden Besucher zeigt. Diese dunkle Seite steckt aber nicht nur in den Monstern, die die Erdlinge aussaugen, die die Erde mit Tod und Verderben überziehen, sondern auch im Menschen selbst. Wie weit gehen wir, wenn wir angegriffen werden, wenn wir das Leben von uns und unserer Familie in Gefahr sehen? Es zeichnet Steven Spielberg aus, dass er dieser Frage nachgeht, sie in den Mittelpunkt seines Filmes stellt. Im Gegensatz zu reinen Actionfilmen wie "Independence Day" steht hier keine Militärmaschinerie im Blickpunkt, die den Kampf aufnimmt, sondern der Mensch als Individuum selbst.

Krieg der WeltenSchlüsselsequenz des Films ist somit der Konflikt im Keller eines Bauernhauses zwischen Ray und Ogilvy (Tim Robbins), während vor dem Haus der Krieg der Menschheit gegen die Eindringlinge tobt. Auf diesen wenigen Quadratmetern, in ständiger Gefahr, vom kalten Auge einer dieser außerirdischen Vernichtungsmaschinen entdeckt zu werden, verdichtet sich die Handlung, wächst Ray aus Angst um seine Tochter über sich heraus. Ogilvy verkörpert in diesem tiefenpsychologischen Mikrokosmos die Bedrohung für das Überleben der Drei. Ogilvy hat nichts mehr zu verlieren, will kämpfen, Ray muss seine Tochter schützen. Es kommt zum dramatischen Zweikampf: Die kleine Rachel sitzt im Vorraum, singt Kinderlieder und versucht so die Realität für einen kurzen Moment zu verdrängen, während im Hinterzimmer ihr Dad Ogilvy außer Gefecht setzt.

Krieg der WeltenDies aber war nicht das erste Beispiel für die Auflösung menschlicher Moralvorstellungen im Verlauf des blutigen Eroberungszuges der Aliens. Schon zuvor wälzten sich Flüchtlingsströme durch das Land, ließen die Menschen mit den brennenden Städten auch ihre Zivilisationswurzeln hinter sich. Wie Barbaren bedrängen die verzweifelt Umherirrenden Ray, drängen ihn aus dem einzigen noch fahrbaren Auto, verprügeln seinen Sohn, versuchen mit Waffengewalt ihr Leben auf Kosten der anderen zu retten. Als die dreibeinigen Kampfroboter schließlich die völlig überfüllte Fähre attackieren, kommt es zu grausamen Szenen, Menschen werden am Ufer zurückgelassen, dem sicheren Tod ausgesetzt. Ray kann sich und die Seinen noch ans Ufer retten, muss aber mit ansehen, wie Menschen aus dem Wasser gefischt und ausgesaugt werden, und ihre Kleidungsstücke wie trockene Herbstblätter zu Boden segeln.

Krieg der WeltenDie schauspielerische Leistung von Dakota Fanning ist besonders beeindruckend. Was die erst elfjährige Jungschauspielerin in "Krieg der Welten" zeigt, wie sie im gleißenden Scheinwerferlicht der Tripods völlig verschüchtert einem schrecklichen Ende entgegensieht, wie sich der plötzliche Zusammenbruch ihres ganzen bisherigen Lebens und ihre entsetzliche Angst in ihrem Gesicht widerspiegelt, das ist besonders in Anbetracht ihres Alters wirklich großartig.

Die Wende nach der Gefangennahme von Ray und Rachel kommt überraschend und etwas plötzlich. Eben noch war die Situation völlig aussichtslos, starrte Ray über eine von Blut besudelte Mondlandschaft, im nächsten Moment sind die Menschen wieder Herr der Lage, erscheinen die Eindringlinge in ihren Maschinen als verwundbar und somit besiegbar.

In der Schlusssequenz von "Krieg der Welten" wird Steven Spielberg dann seinem ursprünglichen Konzept, das Individuum in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen, etwas untreu. Plötzlich haben uniformierte Streitkräfte das Kommando übernommen, ordnen und sind Herr der Lage. Der Spuk ist vorbei, die Erde hat zurückgeschlagen, die Menschheit ist gerettet.

Fazit:

Steven Spielberg gelingt es in "Krieg der Welten" mit Hilfe überzeugender Schauspieler und beeindruckender Bilder, die Zuschauer von der ersten bis letzten Minute in den Bann zu ziehen. Zu bemerken ist hier allerdings, dass die Altersfreigabe ab 12 Jahren angesichts der Brutalität und Grausamkeit des Films deutlich zu niedrig angesetzt wurde. Für unter 16-Jährige ist "Krieg der Welten" eigentlich kaum zu empfehlen. Trotz kleinerer Schwächen zum Ende hin, wird aber eine großartige Geschichte erzählt, die sich wohltuend von anderen Filmen dieses Genres abhebt und durch ihre verschiedenen Erzählebenen und den Fokus auf menschliches Handeln im Angesicht der totalen Bedrohung besticht. "Krieg der Welten" ist ein anspruchsvoller Film für die große Leinwand, der sich aber nicht als klassisches Popcornkino versteht.

Alle Bilder: Copyright: Copyright © 2005 Paramount Pictures. All Rights Reserved. No reproduction or publication of these photographs permitted.

Besetzung und Stab:

Ray Ferrier Tom Cruise
Rachel Ferrier Dakota Fanning
Robbie Ferrier Justin Chatwin
Ogilvy Tim Robbins
Mary Ann Ferrier Miranda Otto
   
   
   
   
Originaltitel War of the worlds
Filmlänge 120 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Steven Spielberg
Drehbuch David Koepp
Produktion Tom Cruise
Paula Wagner
Kathleen Kennedy
Kamera Janusz Kaminski
Kostüme Joanna Johnston
Musik John Williams

Infos:

Weitere Informationen zum Film unter:

www.kriegderwelten-film.de

Tipp:

CD zum Film

Hörbuch zum Film

Buch zum Film

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