Madagascar
Kurzinhalt:
(pi).
Der eingebildete Löwe Alex, das vorlaute Zebra Marty, die ständig
panische Giraffe Melman und die divenhafte Nilpferddame Gloria sind die
absoluten Stars im Zoo des New Yorker Central-Parks. Ihr ganzes Leben haben
sie in Gefangenschaft verbracht - allerdings in einer sehr sorglosen und
äußerst angenehmen Gefangenschaft. Schließlich drohen keine
Gefahren, für leckere Mahlzeiten ist stets gesorgt und tagtäglich
werden sie von den Zoobesuchern bestaunt und bewundert.
Doch Marty ist sehr traurig: Zu sehr beschäftigt ihn - bei all dem
Überfluss und der Alltagsroutine - der Gedanke an ein Leben außerhalb
des Zoos. Und als er eines Tages zufällig hinter den Fluchtversuch
einiger hochbegabter Pinguine kommt, gewinnt seine Neugierde die Oberhand.
Er macht sich auf zu einen Ausflug in die Welt da draußen, nach der
er sich so sehr sehnt - und will eigentlich vor Tagesanbruch zurück
sein. Doch mitten in der Nacht stellen Alex, Melman und Gloria fest, dass
ihr Freund verschwunden ist - und beschließen, selbst auszubrechen
und Marty zurückzuholen, bevor irgendjemand ihr Verschwinden bemerkt
hat.
Allerdings erregen ein Löwe, eine Giraffe und eine Nilpferddame, die
über die Straßen wandern und U-Bahn fahren, selbst in einer Stadt
wie New York ein gewisses Aufsehen. Alex, Melman und Gloria spüren
Marty schließlich in der Grand Central Station auf - doch bevor sie
nach einer tierisch rasanten Flucht in die Bahn steigen können, die
sie in den Zoo zurückbringen soll, werden sie narkotisiert, eingefangen
und auf ein Schiff nach Afrika verfrachtet.
So sind sie Martys Wunsch nach "Zurück in die Wildnis" unfreiwillig
näher gerückt. Doch auf der Reise sabotieren die intriganten Pinguine
das Schiff, und Alex, Marty, Melman und Gloria werden als Schiffbrüchige
an die Küste der exotischen Insel Madagaskar gespült. Und damit
fängt das Abenteuer erst so richtig an!
Nun müssen die Großstadt-Tiere herausfinden, wie man in der Wildnis
überlebt - und sie entdecken die wahre Bedeutung der Redewendung "Das
ist ein Dschungel dort draußen!". Alex, Marty, Melman und Gloria haben
so seltsame Tiere wie die einheimischen Lemuren noch nie gesehen, aber irgendwie
kann man sich schon verständigen - und nach einem ersten Schrecken
findet der Lemuren-Clan die Zugereisten eher erheiternd als gefährlich.
Allerdings sind die Gesetze des Dschungels irgendwie anders als die Regeln,
die unsere großstädtischen Zoobewohner bisher so gewohnt waren.
Für New Yorker ist das definitiv zuviel Natur! Schließlich will
Löwe Alex nur noch eins: zurück in sein Leben als Zoo-Star - auch
wenn er notfalls nach Hause schwimmen muss.
Bewertung: 


(sl). "Madacascar" ist das neue CGI-Wunderwerk von DreamWorks Pictures. Nach den Mega-Erfolgen von "Shrek 2 - Der tollkühne Held kehrt zurück" und "Große Haie - Kleine Fische" liefern die Animations-Spezialisten einen weiteren Kassenknüller ab: turbulent, wild und voller witziger Sprüche.
Die
Rahmenhandlung ist relativ einfach: Vier Tiere aus dem Zoo im New Yorker
Central Park finden sich als Schiffbrüchige auf der Insel Madagaskar
wieder - und müssen lernen, im Dschungel zu überleben. Als sich
die witzigen Aspekte abzuzeichnen begannen, wurde Tom McGrath damit beauftragt,
herauszufinden, wie man Alex, Marty, Melman und Gloria vom Schiff auf die
Insel bringen könnte. Der Regisseur sah hierin die perfekte Chance,
um die Pinguin-Charaktere wieder auferstehen zu lassen, und sie mit einer
neuen Mission zu betrauen. Indem er die ehemalige ,Band auf der Flucht'
in eine missratene Kameraden-Bande verwandelte, erfand Tom McGrath die aberwitzige
Sequenz, in der die Pinguine dafür verantwortlich sind, dass aus den
Zoo-Insassen nun Schiffbrüchige werden. Tom McGrath offenbart: "Ursprünglich
wurden die Käfige der Tiere von einem schweren Sturm von Bord des Schiffes
gespült, aber das fand ich so abgegriffen. Ich wollte einen interessanteren
Übergang schaffen. Wir hatten doch all diese Zootiere, die zurück
nach Afrika verfrachtet werden, darunter auch die Pinguine - und es stellte
sich die Frage: Was sollen die Pinguine in Afrika? Wir dachten, es wäre
doch lustig, wenn sie da gar nicht hinwollen. Es sind doch Pinguine, sie
wollen also in die Antarktis. Sie befreien sich aus ihren Käfigen,
übernehmen das Schiff und machen eine scharfe Wende, was dazu führt,
dass die anderen Käfige über Bord gehen. Das hat riesigen Spaß
gemacht, die Pinguine zu einer Art Kriegsgefangenen zu machen, die aus der
Gefangenschaft ausbrechen."
Das
Manöver der Pinguine führt Alex, Marty, Melman und Gloria schließlich
unfreiwillig nach Madagaskar. Die Insel wurde als Hintergrund - und als
Filmtitel - gewählt, weil man einen Ort finden musste, der einen völligen
Kontrast zu Manhattan bildet. Die Hauptdarsteller sind Tiere, die eigentlich
in Afrika heimisch sind - doch den afrikanischen Kontinent hat jeder schon
im Fernsehen gesehen, und er vermittelt nicht ganz die Exotik, die man erzielen
wollte. Madagaskar ist eine Insel vor der afrikanischen Küste, und
sie ist absolut einzigartig, mit Pflanzen und Tieren, die es nirgendwo anders
auf der Welt gibt.
Und
auf Madagaskar leben ausschließlich die Lemuren, die die Gestrandeten
als "New York Giants" aufnehmen, während die Vier die Bande erst mal
für Meerschweinchen hält. Hier liegt aber auch eine kleine Schwäche
des Films: Der Lemurenkönig Julien ist derart schlecht zu verstehen,
dass sein französischer Dialekt weniger witzig wirkt, sondern eher
Mühe macht. Insbesondere Kinder dürften auch beim Sprachtempo
nicht mithalten können. Die Synchronisation der vier Pinguine ist ebenfalls
etwas unglücklich: Anstatt ausgebildete Schauspieler zu nehmen, ist
es seit längerem "in Mode", dass Promis solche Rollen übernehmen.
Die vier Pinguine, die tatsächlich die heimlichen Hauptakteure des
Films "Madacascar" sind, werden von den Musikern "Die Fantastischen Vier"
synchronisiert. Leider schaffen die Herren es nicht, den geistreichen Witz
rüberzubringen. Auch wurde bei der Übersetzung nicht bedacht,
dass Kinder nichts mit Begriffen wir "chillen" oder der Soldatenbezeichnung
"Private" anfangen können. Schade! Dafür kommen echte Cineasten
voll auf ihre Kosten: "Madacascar" wimmelt nur so vor Andeutungen auf andere
Filme wie "Verschollen" oder "Planet der Affen" - um nur zwei zu nennen.
Das ist auch der schlicht genialen Filmmusik deutlich anzuhören, die
sich nicht nur zahlreicher anderer Soundtracks bedient, und für die
unter anderem Hans Zimmer verantwortlich zeichnet.
Fazit:
Zum Brüllen komisch: Für größere Kinder und Erwachsene ist "Madacascar" Garantie für ein unbeschwertes und sicher unvergessliches Kinoerlebnis. Und: Gucken Sie den Film zwei Mal an, denn Sie werden beim ersten Mal vor lauter Lachen gar nicht alle Tricks und Gags mitbekommen!
Alle Bilder: Courtesy DreamWorks Animation Copyright:
TM & © 2005 DREAMWORKS ANIMATION.
Besetzung und Stab:
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Infos:
Weitere Informationen zum Film unter:
http://movies.uip.de/madagascar
Tipp:
CD zum Film |
Hörbuch zum Film |
Buch zum Film |
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